Dienstag, 12. Jänner 2010

Gedicht - Vis a vis

Tage, Wochen, Jahre
ich weiß nicht was es ist
vielleicht Glück, Ironie
alles was ich weiß ist sie

er sagt er sei
eines reichen Mannes Sohn
doch wenn das so ist
bin ich wie er

Tage rollen mit
Verspätung stundenlang vis a vis
an mir vorbei
salva mi

Er wirbelt im Takt
quer durch mich hindurch
Oh du bist mein Bruder
doch du bist wo ich nicht bin

Ich warte nur auf Dienstag
der Tisch ist bereits gedeckt
komm und setz dich neben mich
und ich drück für dich auf record

verkauf mir dein Gesicht
was ich brauch
ist nicht der Rausch
sondern der Morgen danach

heut ist Freitag
doch wenn ich jetzt bis Sonntag schlaf
bin ich erst so richtig wach

4 Takte in die Ewigkeit
doch wenn ihr beide
mir nun zur Seite steht
erhebe ich mein Schwert

Meine Konzentration bringt dich nach Haus
Wir sind zu zweit
und wären wir zu viert
Sie wär trotzdem nicht mehr hier

Du hast schon recht, ich stimm dir zu
Wenn du da sagst
ich wär vernunftbegabt
Aber sonst auch nichts
fügst du hinzu

Das ist ja allerhand
in meiner Hand halt ich das Band
mit dem du mich an der Nase rumführst
Und am anderen Ende
lehnt mit verschrenkten Händen
ein fescher Bär in neuem Gewand

Ich frag ihn wer bist du was machst du hier
er sagt ich bin der Lars ich komm aus Trier
und ich warte hier bis um Vier
dann werd ich dir aufgebunden
und streue Pfeffer in deine Wunden

M.P. - xx.xx.09

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