Donnerstag, 4. März 2010

Warum ich gegen das TRANZPARENZKONTO bin

Viel wurde diskutiert über die ÖVP-Idee "Transparenzkonto", die eine unfassbare Neiddebatte losgetreten hat, ausgetragen ausgerechnet auf dem Rücken der Ärmsten, der Sozial- und Transferleistungsempfänger. Denn extrem relevant und lebensnotwendig sind diese Leistungen eben genau für diese Schicht, auch wenn natürlich nicht nur sie begünstigt sind. Auch wenn Josef Pröll und Gefolgschaft die Intention dieser Neiddebatte leugneten, so konnten sie doch nicht verhehlen, dass es hier nicht nur um mehr Transparenz, sondern eben auch um reales Einsparungspotential geht.

Und hier eröffnet sich mir das erste Problem: Viel zu oft wurde von unrechtmäßigem Empfangen von Leistungen gesprochen. Hier wurde in gewohnter Manier (Asylantendiskussion) eine Bevölkerungsgruppe pauschal krimineller Absichten bezichtigt. Dies kann wohl kaum unwidersprochen bleiben. Denn von schwarzen Schafen, die es, wie wir alle wissen, überall gibt, auf die Allgemeinheit der Empfänger zu schließen, die, wie ich vermute, sich in ihrer partiellen Abhängigkeit von der staatlichen Wohlfahrt sicherlich nicht immer wohlfühlen - vom sozialen "Liegestuhl" ganz abgesehen -, ist geradezu scheinheilig. Ob hier überhaupt das Potenzial für die Staatsfinanzen ins Reine bringende Einsparungen besteht, möchte ich, in Ermangelung einer wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung, nicht beurteilen, aber doch bezweifeln.

Zweitens: Wo eine Doppelgleisigkeit besteht, kann wohl kaum dem Bürger die Schuld gegeben werden. Denn wenn der Bund nicht weiß, was das Land tut, ist dies ein Problem der doppelgleisigen Verwaltung, nicht der Bezieher. Mit einer Verschlankung der österreichischen Verwaltung hätte man sich die Diskussion überhaupt erspart. Wenn alles aus einer Hand kommt, ist ein derartiges Konto unnötig. Den Föderalismus und die Verwaltung in die Mangel zu nehmen, hatte offenbar zu wenig populistisches Potenzial, oder wäre schlicht und ergreifend konstruktiv, was wohl kaum im österreichischen Politiker-Vokabular zu finden sein dürfte.

Was mir hier sauer aufstößt: Möglichkeiten zu ungewollten Doppelgleisigkeiten (so diese bestehen, eigentlich dürften solche ja nicht existieren) sollten doch aus dem reinen Gesetzestext und den Bestimmungen der einzelnen Gebietskörperschaften erkennbar sein, a la Schablonenübereinanderlegung, aber ich bin kein Experte. Ich gehe hier vom Besten aus, und vermute, dass sich jede Körperschaft der Existens aller Leistungen übergeordneter Stellen bewusst ist, und ihr Verteilungsportfolio daran und an den Bedürfnissen der Betroffenen ausrichtet. In Folge dessen wäre jede angebotene Leistung legitim zu empfangen, unabhängig von jedwelchen anderen Transferzahlungen. Meiner Ansicht nach sollten diese sich nämlich an anderen Richtwerten wie Einkünften, Ausgaben, Kindern, schlichtweg an den Bedürfnissen orientieren und nicht an dem Maß der sonstigen sozialstaatlichen Vergütungen, da es hier wieder zu einem Wettkampf der Gebietskörperschaften kommen könnte, bei dem am Ende der Bürger auf der Strecke bleibt, da niemand für ihn in die Tasche greifen möchte.

Schließlich und endlich halte ich es für extrem problematisch, in niederen Gebietskörperschaften wie dem 900-Einwohner-Dorf, aus dem meine Familie stammt, den am Gemeindeamt beschäftigten Nachbarn mit Einsicht in die Einkünfte von Bund und Land über etwaige Leistungen entscheiden zu lassen, da auch diese möglichst objektiv und davon unabhängig zu vergeben sind (eine reine Illusion), und ich, wie bei der Telefonvorratsdatenspeicherung, bei der auch nicht jeder Dorfpolizist ohne weiteres Zugriff haben sollte, die Kontrolle eher höherstehenden Stellen überlassen würde.

Das sind im Groben meine Vorbehalte gegen das Transparenzkonto, das ja bis jetzt meiner Meinung nach nur sehr wage skiziert wurde und vieles noch im Unklaren lässt. Es erscheint mir nicht zielgerichtet zu sein, ineffizient, die Menschenwürde verletzend, im Ganzen scheinheilig. Dass in anderen Bereichen das notwendige Geld leichter, in größerem Ausmaß und ohne Gefährung von Existenzen zu holen wäre, ist nur meine ungeschulte Meinung, die ich möglicherweise bei Gelegenheit erläutern werde, genauso wie die Umfallerqualitäten des Werner F.

Um Anregungen und Gedanken eurerseits wird höflichst gebeten!

Michael Poscoleri, 4.3.2010

Donnerstag, 21. Jänner 2010

Gedicht - Grabgesang, Abgesang

Schweigend lausche ich deinen Grabgesang
doch irgendwann reißt mir der Faden
ich pack dich
jetzt ist schluss jetzt wird auferstanden

Please, do not assume the obvious

Posco - 21.1.2010

Gedicht - Schweine, Winseln

Die Leiden einer einfach Sau
übersteigen meine um Schwanzlängen
dann was wir hier tun
ist Hirntheater
was ich hier tu
wird niemals sein

Denn Schweine als Versuchskaninchen
taugen doch nur bedingt
denn mein Leben basiert nicht
auf dem Rythmus meines Herzens
sondern dem Winseln mein Geistes

Posco - 21.1.2010

Gedicht - Behalt dir deine Hoffnung

Lass die Hoffnung noch nicht fahren
was dich umgibt
in deinen jungen Jahren
kann sich noch kehren

Und entfliegt sie dir
so sei nicht traurig
denn sie ist nur auf Ausflug
kehrt bald zu dir zurück

Posco - 21.1.2010

Gedicht - Todesengel, gelb

Nennt mich Todesengel
denn was ich überbringe schockiert
die Zeit ist ab
kein Grund davonzulaufen
und auch kein Sinn

Mein Hemd ist schwarz
wie meine Seele
Meine Augen gelb
wie die Schlinge um meinen Hals
es wird die deine sein

posco - 21.1.2010

Gedicht - Unfertig, Titellos

17 Flüsse deines Blutes
flossen stumm an mir vorbei
17 Wege deiner Liebe
zogen tobend an mir vorrüber

Ich lese dich an dunklen Tagen
du hast viele Seiten wohl geschwärzt
doch selbst im Schatten meiner Lampe
seh ich mehr als ich ertrag

Gib mich frei ich bin am Ende
Die Lesezeichen sind gesetzt
heut les ich dich doch nicht aus
du wanderst auf den Stapel

Gedicht - Verzeih, ich

Wir flogen bis uns unsere Arme nicht mehr hielten
bis sie voller Flecke waren
von den Tränen

saurer Regen einer Innenweltverschmutzung
hat unsere Herzen
innenrum verdreckt

Da dröhnt soviel Wut aus deinem Horn
da ist so viel Zorn in deinen Worten
das hab ich nicht verdient

Michael, verzeih mir bloß
versetz mir nur nicht den letzten Stoß
ich wollte doch nur sein

Posco - 21.1.2010

Dienstag, 19. Jänner 2010

Gedicht - Severin

Du, du bist ein wahrer Freund
wie eine Klette pickst du an mir
auch als ich lief
durch Dornenfelder und dunkle Moore

du schwimmst mit mir durch
Meere meiner Tränen
salzig tränen meine Augen
du bist mein Bademeister

all die Taten deiner Gutherzigkeit
hab ich nie vergolten
es fiele mir auch sehr schwer
dein Wert ist unermesslich

mit Kobolden haben wir getanzt
mit Priestern haben wir gerungen

Ich bin nicht angemessen
deiner vielfältigen Großartigkeit

Posco - 19.1.2010

Gedicht - Verzeih

Deine Tränen fallen schwer
auf meine Arme, eben nicht
dein Name ist dem
Schmerz eingraviert

Gib sie mir die Tränen
einer Liebe
die noch nicht begonnen hat

Verzeih mir meine Intervention
der Weg den du noch nicht betreten hast
ist länger als ich jemals ging

Was ich hier tu
steht mir nicht zu
es tut mir leid

Posco - 19.1.2010

Gedicht - Deine Tränen schmerzen

Es gibt immer einen Hintereingang
der einen Versuch wert ist
wenn man vorne wieder rausgeschmissen wird

ich will dich nicht zu Tränen rühren
ich will dir nur eines sagen
fang neu an
probiers noch mal

sammle deine Kräfte
und dann los von vorn

Tut mir schrecklich leid wenn ich dir weh tu
doch es schmerzt mich ungemein
wenn du so bitter bist
auch wenn du noch nicht lange hier bist

Posco - 19.1.2010

Gedicht - Kein Streit

Vier Flaschen Vodka
fliegen durch die Luft
zwei Teller landen außerhalb fester Hände
Worte fallen aus dem Rahmen
Wunden werden rasch genäht
Risse schnell verschweißt

Doch mach dir da nichts vor
Das sind wir nicht
die sich da streiten
denn wir streiten nicht

Posco - 19.1.2010

Montag, 18. Jänner 2010

Gedicht - Äpfel fliegen

Dort wo Äpfel fliegen lernen
auf jungen Köpfen angeschossen
werden auch die Söhne flügge

Dieser Traum kann nicht der meine sein
diese Wände hier sind dunkelblau
mein Herz sticht als wär es fort

17 Wege meiner Sucht
durchmesse ich auf der Flucht
da ist zuviel Hass in meinem Arm

schlag die Teufel in die Gruft
versteck sie dort
und sperr dich ein

ich hör den Bass in deiner Brust
deine Lunge schnappt nach Luft
die Weichen sind längst gefällt

Die Rahmen werden die gleichen sein
doch die Bedingungen
werden nicht die selben sein

Mein Herz ist jung gestorben
du hast es neu geboren
doch ich versteh dich heute nicht

doch heute wird nicht das Ende sein
denn ich lass dich nicht gehen
bis meine Haut die deine ist

Doch lass meinen Schirm dir überziehn
wir waten durch den Schnee
bis Frühling bitter grüßt

Posco - 18.1.2010

Sonntag, 17. Jänner 2010

Gedicht - Du

Ich weiß du bist dir ziemlich sicher
ich wars ich hab heute Mist gebaut
doch heb den Hörer nur mal kurz
und lass mich erklären

Seit ich in dein Leben fiel
gehts mir besser
als ich es je für möglich hielt
du bist alles du bist etwas
was ich niemals hätt erträumt

Ohne dich kann ich nicht
ohne dich verschwind ich im Nebel
ich fall vom Pferd
brech mir alle Rippen

Du bist alles was ich brauch
du bist das Feuer und der Rauch
Io lo so, che non sono solo, anche quando sono solo,.....

Poem - One

It's not your fault
it's not my fault
it's not even our fault

Please understand
it's my wish
to become a mother

It may not be easy
it may go off sleazy
but that't what I'm to be

You're the one
the only one
who can prove me wrong

I will never be the one
the one to go away
without a glimpse

A glimpse of your smiling face
All I want is to be one
with you

Posco - 17.1.2010

Gedicht - Make my Träume come true

Wie einem sanften Traum entstiegen
wie ein faltiges Hemd, glattgebügelt
bist du in mein Leben getreten
engelshaft

Das Schiff auf dem du dahergeflogen
Schwirrt irrend durch die Meere
suchend eine Welt die nie bestand

I can see you from the top
you may never come true
but you are the one for me

I take you and nobody else
'cause you are the one
who makes my dreams come true
I made them up for you

Can you feel my shaking hand
I made my dreams up for you
please make them come true
all I want is you

Posco - 17.1.2010

Gedicht - Verzeih mir, es gibt uns nicht III

Ich weiß es tut dir weh
ich hab versucht die Lade zuzuschliessen
doch der Schlüssel schließt nicht
und der Stift bleibt auf dem Tisch
und in deinen Wunden
die nicht mehr meine sind

Ich weiß deine Verlangen tropft blutrot
doch hier ist nichts zu machen
es liegt nicht in meiner Macht
dir die Erinnerung an uns zu vermachen

Posco - 17.1.10

Gedicht - Nebelgestalten

Silbergrau ist mir das liebste Rot
still schweben Nebelgestalten
die nicht mal mehr vergangen sind

Die Lust ist mir vergangen
an Mumien eines früheren Lebens
die Zeit ist nun gekommen

den Schritt zu tun
den Bruch zu wagen
den Strom zu queren

Jetzt wird erst mal neu begonnen
hier fängt das Leben erst mal an

Posco - 17.1.2010

Samstag, 16. Jänner 2010

Gedicht - Pizza

Du liegst gut in meinem Mund
du bist voll der roten Früchte
und des Schinkens der aus Parma kam
du trägst den Käse
den sie Grana Padano nennen
dort wo meine Nonni wohnen

Du bist immer noch verdammt hübsch anzuschauen
auch wenn du mir entschwindest
du bist ein Genuss
in meinen Mund sprudelte schon ein Fluß
als ich dich aus dem Ofen schweben sah
denn du bist die Scheibe mit dem Salat
der geschüttelt in der Trommel
trocken bis ins letzte Blatt
deine Hülle verbittert

Du bist was ich nicht sein kann
du bist kugelrund
du zergehst weich in meinem Mund
Du bist hauchdünn
ich will dich wiedersehen
ach würde doch der moment nie vergehen

doch bald da sehen wir uns wieder
wenn ich es nicht ertrag
dann geh ich runter an die ecke
öffne die tür und sag noch im spagat

Gebt mir was ich immer nehme
ich will sie schnell und richtig drall
ich leg das Geld auf den Tisch
du duftest immer noch wie damals
5,50 kostest du an der ecke
und 2,70 beim Türken
ich will dich nie verlieren

Du bist die Pizza meiner Träume
meine Lächeln ist nicht aufgesetzt
komm mit mir in ein Land
wo Pizze fliegen
bis du sanft entschläfst

Posco - 16.1.2010
Pizza Speciale per @RafaelBuchegger e @Stinakov

Gedicht - Verzeih mir, es gibt uns nicht II

Fuck you, wo nimmst du den Dreck her
der sich jetzt in meinem Kopf festsetzt
es tud mir leid du tust nicht weh
das ist lange vorbei

Merda, dreh dich um und geh deinen Weg
so wie ich tat als ich dir zu langweilig war
doch wenn du dich in hineinversetzt
wirst du sehen mein Lachen ist real

So real wie es die Tränen waren
die damals deine Kleid benetzt
doch die bekommst du niemals wieder

Posco - 16.1.10

Gedicht - Verzeih mir, es gibt uns nicht

Wenn ich sie sehe
versteck ich mich
hinter dir und unserer Liebe
denn sie ist noch nicht darüber hinweg
sie hat mich verdammt schiach abgeputzt
sie hat alles verloren was ich war
sie tut sich schwer mich zu vergessen
für mich ists nicht ganz so diffizil
denn ich kenn mich schon lange nicht wieder
in einer Vergangenheit
an der mir die Lust vergangen ist
wie an ihr

Du bist das Wasser
in meiner Toilette
du spülst den Scheiss
ins ferne Meer
solange ich nicht hinfahr
seh ich den Müll nicht mehr

Das Fenster das wir waren
ist zu von ihrer Hand
geschlossen wie das Kapitel
aus dem sie nun liest

Poem - Wrong song, true you

I know you would love to prove me wrong
but let me sing the only song
of importance to show you that it's true
I came here for you

Posco - 15.1.10

Donnerstag, 14. Jänner 2010

Monolog - Ich, Narziss

Narziss, Narziss, sei stolz auf mich, denn alles was ich bin und will, bin ich. Ich bin ein armer Junkie und mir selbst die liebste Droge. Ohne Aufprall auf euch da draußen könnte ich jahrelang als einsamer Asteroid durchs Weltall schweben - oder eigentlich das Weltall um mich herum. Und haltet mir einen Spiegel vor, ich bleibe stumm. Tagelang könnt ich bewundern dieses göttliche Werk in dem ich schlummer. Mein Geist ist schwach, doch das ist der Reiz der mich umgibt, das Puzzleteil das durch seine Deplatziertheit das Bild erst stimmig macht, die Außnahme, die die himmelstürmende Regel bestätigt. Ich bin arrogant, und zwar von der schlimmen Sorte, ich blicke im Stillen herab, verstecke mich hinter meiner relativierenden Maske und verberge meine Abscheu gegen alles, was nicht mein ist. In Wahrheit ist das hier alles so zuwider, so zuwider, nur mein eigener Anblick bewahrt mich vor dem permanten Brechreiz. Aber genug von mir. Würdet ihr jetzt wohl sagen. Doch natürlich kann es für mich nur ein Thema geben, und ich bin mir wahrlich Thema genug für endlose, wohl für euch potenziell langweilige Monologe. Deshalb: Immer schön brav zudecken, damit ihr euch nicht verkühlt und immer brav Eis essen!

Gedicht - Ich, Ab

Als ich dem Meer entsprungen bin
weinte der Ozean Tränen um mich
denn ich ich bin ein rotes Boot

Alles was mir entsprungen ist
ist der Nerv dem es gelungen ist
mich entzweit zu verwahren

Wann immer auch ein schönes Reh
getraut hat sich in meine Näh'
Es endete auf meinem Teller

Posco - 14.1.2010

Gedicht - Ich, Knall

Der Moment dem ich entstiegen bin
ist der seit dem ich im Fliegen bin
zwischen Abkehr und Selbstverstümmelung

Eure Existensen verunsichern mich
ich falle schrecklich bitterlich
ich weine aus purer Not

denn Hänslein bin ich nimmermehr
als Hans fällts mir auch sehr schwer
Ein Rot ein Knall es ist vorbei

Posco - 14.1.10


Gedicht - Ich, Viele

Ich trage ich zerreiße dich
ich schlage ich überwinde mich
ich schmelze ich bin mein eigener Kern

Doch drehst du deinen Kopf
drehe ich mich um mit dir
denn wenn du sagst du bist viele
sag ich du bist mein
und ich allein

Du bist nichts ohne mich
du hast keinen Führerschein ohne mich
du kannst nicht lieben ohne mich
denn du bist - Ich.

Posco - 14.1.10

Mittwoch, 13. Jänner 2010

Gedicht - Schiach

Heb den Kopf hoch
Heb den Kopf
der dort unten am Boden liegt
Dort unten im Schnee

Der hat vom Leben ordentlich was mitbekommen
der Arme hat ein Gesicht
das nehm ich auch an schlechten Tagen nicht

Gedicht - Unvernunft

Vögel fliegen hoch dort oben
Groß wie Schiffe
Doch ihre Segel sind nicht die meinen
Meine Flügel schwingen sanft
Richtung Westen des Atlantik
Wo meine Reise dereinst begann

Meine Reise die war lang
doch die Dauer die war kurz
Denn noch sprüht aus meinem Herzen
Pure pure Unvernunft

Irgendwann hat er dann
Vor der Vernunft doch kapituliert
doch immer noch
schweben leise Vögel
einsam gen Horizont

Michael - 13.1.2010

Dienstag, 12. Jänner 2010

Gin, Charme und Melone . ViennaAct2010 MEGA PARTY #GCM


Am Samstag, dem 30.01., steigt bei mir unsere Einstandsparty! Der der Frau Nachbarin in Wien, meinerseits in meiner neuen Wiener Wohnung! Auf Nachbarn wird keine Rücksicht genommen, außer auf die eine!
Wer nicht kommt, wird abgemahnt!

Details werden noch bekanntgegeben!



#GCM #VA2010
ORT: Wien 1160
DATUM: 30.01. (Zeit wird noch geklärt)


Gedicht für Frau Nachbarin

Ausgelaugt von Tages Werk
schleppst du dich nach Haus
erschöpft von deinem
müd bis in den Rücken

Doch in Wien wird alles anders
Das ist die Stadt die niemals schläft
außer wenn sie besoffen ist
was sie wirklich meistens ist
denn es ist ne trübe Stadt
doch wenn man die richtigen Leute hat
ist es hier die beste Stadt
die man je gesehen hat

Denn neben dir wohnt ein Stier
wenn du ihn rufst fliegt er mit dir
durch die engen Gassen
durch die dunklen Straßen
dort wo all die Ratten wohnen
wo das Schürfen sich kann lohnen

Fühlst du dich jetzt schrecklich träge
Kommt er mit ner Flasche Wein
flößt ihn dir durch den gestochenen Zugang ein
bis du nur mehr Freude spürst

bald ist der Schritt getan
und das Abenteuer began
mit der größten Fete
die Twitter je gesehen hat

Drück die letzten Stunden auch noch durch
bald ist das Kapitel ja geschlossen
und ein neues wartet auf dich
Um dich zu erfreuen mit neuen Pointen

Gedicht für Pippi

Besser ein Schritt getan
als ewig drauf gewartet
dass er sich tut

Besser einmal dort gewesen
als ewig davon geträumt
niemals zurückzukommen

Besser einmal die Luft geschnuppert
als immer nur davon gelesen

Und wenns so kommen mag
und du zurück
dann mach dir nichts draus
du hast Fotos für Lebensalbum gepflückt

Michele - 12.01.10

Gedicht - PsychoStreichelEinheit

Auf Knien krieche ich
und flehe
bitte verbirg das Verbrechen
das dich schuf

Du bist das Makel
meiner weißen Weste
du bist
was mich nicht mehr verlässt

Du bist die Manifestierung
Meiner Schizophrenie
Psychose meiner Manie
Hirngespinst meiner Halluzinationen

Gedicht - Zeit vergeht, Zeit verweht

Du fehlst mir
Wie die Zeit
Wie die Zeit
die mir noch bleibt

Ich bleib kurz stehen
Schon bist du vorbei

Ich fürchte mich
ich fürchte mich
vor der Angst in meinem Zorn

Ich schau nach vorn
ich schau nach vorn
ich zügle meinen Zorn

Wenn du gehst
pass gut auf
sonst verschwinde ich auch

In mir sind drei
Herde meiner Wut
Reste einer Glut
die bestand aus dem Feuer
von Verstand, Freude und Übermut

Es gibt zwei oder drei
Viertel meines Lebens
die gingen nur sich selber ab
hätts sie nie gegeben

MP - xx.xx.09

Gedicht - Vis a vis

Tage, Wochen, Jahre
ich weiß nicht was es ist
vielleicht Glück, Ironie
alles was ich weiß ist sie

er sagt er sei
eines reichen Mannes Sohn
doch wenn das so ist
bin ich wie er

Tage rollen mit
Verspätung stundenlang vis a vis
an mir vorbei
salva mi

Er wirbelt im Takt
quer durch mich hindurch
Oh du bist mein Bruder
doch du bist wo ich nicht bin

Ich warte nur auf Dienstag
der Tisch ist bereits gedeckt
komm und setz dich neben mich
und ich drück für dich auf record

verkauf mir dein Gesicht
was ich brauch
ist nicht der Rausch
sondern der Morgen danach

heut ist Freitag
doch wenn ich jetzt bis Sonntag schlaf
bin ich erst so richtig wach

4 Takte in die Ewigkeit
doch wenn ihr beide
mir nun zur Seite steht
erhebe ich mein Schwert

Meine Konzentration bringt dich nach Haus
Wir sind zu zweit
und wären wir zu viert
Sie wär trotzdem nicht mehr hier

Du hast schon recht, ich stimm dir zu
Wenn du da sagst
ich wär vernunftbegabt
Aber sonst auch nichts
fügst du hinzu

Das ist ja allerhand
in meiner Hand halt ich das Band
mit dem du mich an der Nase rumführst
Und am anderen Ende
lehnt mit verschrenkten Händen
ein fescher Bär in neuem Gewand

Ich frag ihn wer bist du was machst du hier
er sagt ich bin der Lars ich komm aus Trier
und ich warte hier bis um Vier
dann werd ich dir aufgebunden
und streue Pfeffer in deine Wunden

M.P. - xx.xx.09

Gedicht: Titellos1

Irgendwo ist eine Stadt
da wohnen Leute
die finden das in Ordnung

doch wo ich lebe
da lebt keiner
der das so sieht

Du gehst auf einem schmalen Grad
Durchklimmst die Enge im Spagat
Bloß ich kann dir nicht folgen

M.P. - xx.xx.09

Gedicht: Michele Leone

Jahrelang hing ich auf langen Stangen
Irgendwann hatte ich mich wundgehangen
Tausend mal bin ich gestorben
Bis ich begriff mir ein Herz zu fassen

Und das Leben am Schopf zu packen
Tausend mal bin ich gestorben
Nur um einmal mit dir zu leben

Das Ende des Tunnel war für mich der Ausgang
In eine Welt wo Licht nichts kostet

Wie die Stadt in der mein Herz geboren
wurde ich aus dem Wasser emporgehoben
Nun steh ich ich hier auf langen Stangen
Und das Meer seh ich trotzdem nicht

Ich steh im Wasser
aber es nicht meins
Ich steh im Wasser
aber ich werd nicht eins

Posco - 11.01.10

Sonntag, 10. Jänner 2010

Gedicht - Phaeton fällt darnieder

Ich bin oft ein wankelmütiger Jungspund
sprunghaft wie ein Junghund
ähnlich wie Phaeton
bin ich ein hitz'ger Gottessohn

Der Grad auf dem ich wandle
ist schmal wie der Korridor
in dem ich handle

Schon oft versengte ich mir meinen Kopf
drum trag ich nur noch einen kurzen Schopf
denn meine Jugendjahre waren hitzig
wenn ich dran denk dann schwitz ich

Doch nun steh ich vor dem Sprung
nun ist es Zeit für einen Schritt
ich fürcht es wird ein scharfer Schnitt
zur seelischen Befriedigung

Der Weg auf dem gehe
ist so fest wie der Stein auf dem ich stehe
ich versinke in Realitäten
die mich verwirrend umgeben

Primär brauch ich eine Pause
Doch irgendwann gehts auch nach Hause
doch wann das weiß ich heut noch nicht
erst wenn es steht mir zu Gesicht
auf den Platz zu treten
auf den ihr alle habt mich gebeten

Damit möchte ich mich nun empfehlen
den Wehmut auch gar nicht verhehlen
doch nun ist es Zeit für eine Flug
wir sehen uns nach dem Entzug!

Posco - 10.01.10

Gedicht: Geisterfahrer

Aus den Bildern
die an deinen Wänden hängen
und auf deinen Sideboards stehen
luken Menschen die zu vergessen
ich lange Zeit versuchte
denn die Plätze
auf den sie stehen
und wo sie hängen
sind die Plätze
die mir vorbehalten waren
bis zu jenem Tag
an dem mein Herz nicht genug war
nicht genug blutete und schrie
dich anflehte zuzustechen
doch was du tatst war Fahrerflucht
7 mal bin ich verunfallt
denn wo du warst wächst kein Haar mehr
wo du lagst spielen Ratten
doch wenn du zurück willst
an die Stelle wo ich blute
wirst du zur Geisterfahrerin
Hier muss deine Reise enden
Denn mein Ende ist erreicht

Posco - 10.01.10